Low Energy Dewaxing [28.06.2002]
Schema der LED
Beschreibung der neuen Entwachsungs- bzw Steartzone LED2 im SARNES Sinterofen

Beim Sintern im Bandofen hat die Stearatzone fdie Qualität, die Betriebskosten und den Durchsatz eine wesentliche Bedeutung.Es ist Stand der Technik, dass in der Stearatzone die Atmosphäre weniger reduzierend einzustellen ist als in der Sinterzone, um möglichst vollständiges Entwachsen zu erreichen. Dabei muss aber jede Voroxidation und auch jeder Kohlenstoff-Verlust verhindert werden. Es ist deshalb empfehlenswert, die Atmosphäre in der Stearatzone möglichst so einzustellen, dass sie mit steigender Temperatur bzw. den Weg ein abnehmendes O2-Potential aufweist.

Der Stearatzone wird durch die verdampfenden Wachse und das aus der Sinterzone nach vorn strömende Schutzgas (Endogas) etwa soviel Energie zugefwie zum Aufheizen des Sintergutes und des Förderbandes notwendig ist. Diese bedeutende Energiemenge geht im Abgas verloren

Ziel des neuen Verfahrens ist es, diese Energie weitestgehend zur Aufwärmung des Sintergutes zu nutzen, dadurch den Gesamtenergieverbrauch beim Sintern zu senken, die Abgasverluste und damit die Umweltbelastung zu senken und die Betriebskosten deutlich zu reduzieren.

Bei elektrisch beheizten Bandsinteröfen wird die Ausnutzung dieser chemisch gebundenen Energie mit Erfolg angewandt. Bei gasbeheizten Öfen wurde bisher wegen der ohnehin geringen Heizkosten darauf verzichtet; aber deshalb, weil eine Realisierung wegen der schwankenden Drbei der Beheizung und wegen der Strömung der Heizgase nicht möglich war.

Bei dem neuen Verfahren LED2 wird die chemisch gebundene Energie der verdampften Wachse und des Schutzgases innerhalb der Stearatmuffel durch Luftzugabe verbrannt und dadurch das Sintergut aufgeheizt. Das Abgas der Verbrennung wird vom Sintergut und der dieses umgebenden Atmosphäre durch eine Wand getrennt, die ihre Wärme nur durch Strahlung an die Teile ägt. Das Abgas dieser internen Verbrennung verlässt den Ofen zum Kamin. Auf eine Berder Abgase mit den Teilen wird bewusst verzichtet, obwohl dies zur beschleunigten Erwärmung sicher nwäre; aber es hat sich erwiesen, die laminare Strömung der Schutzgase möglichst nicht zu stören, um stabile Betriebsbedingungen zu erreichen.

Die interne Beheizung der Stearatmuffel hat neben der Ausnutzung der chemisch gebundenen Energie der Wachse und des Schutzgases noch folgende Vorteile:
  • dadurch dass Schutzgas mit verdampften Stearaten aus der Stearatzone abgezogen wird, verringert sich der Druck in der Stearatzone und es kann von der Eintrittsöffnung des Ofens her gerade soviel Luft mit den entretenden Teilen in die Stearatzone gelangen, wie fdas leichte Abdampfen des Wachses erforderlich ist; die Sauerstoffkonzentration nimmt vom Einlauf her zu steigenden Temperaturen wunschgemäss ab; Voroxidation und C-Verlust werden vermieden.
  • es wirdeine schnelle Aufheizung des Gutes Strahlung erreicht, was am Ofeneinlauf bei den niedrigen Abgastemperaturen des Heizgases ausserhalb der Muffel nicht möglich wäre.
  • die Temperatur in der Stearatmuffel wird geregelt; durch die mit der wechselnden Gutmenge eingebrachte Wachsmenge passt sich die Heizenergie dem Durchsatz zum grössten Teil von selbst an.
  • die Betriebskosten der Sinteranlage werden um ca 25 % gesenkt
  • © 2002 Sarnes Ingenieure OHG
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